Die Theattelner

 

Oktober/November 2010

 

„Lord Arthur Saviles Verbrechen“
Theattelner beenden ihre achte Spielsaison!

Eine zauberhafte Kulisse - die mit viel liebe zum Detail gestaltet wurde - und vor alle
die große schauspielerische Leistung der Darsteller, die text- und pointensicher
in eleganter Garderobe des 1900 Jahrhunderts brillierten, sorgte für Faszination beim
Publikum in der herrlich hergerichteten Altenauhalle.

Nach vier ausverkauften Abenden haben sich die „Theattelner“ den Schlussapplaus und viel Lob redlich verdient.Mit dem in Deutschland selten gespielten Stück „Lord Arthur Saviles Verbrechen“ nach Oskar Wilde spielte sich die stark auftrumpfende Schauspieltruppe, unter der bewährten Regie von Christel Bauer und ihrer Assistentin Monika Husemann, in die Herzen der Zuschauer.

“Die Auswahl des Stückes war uns nicht leicht gefallen, aber wir haben eine glückliche Hand bewiesen“ so die Regisseurin.
Das dankbare Publikum erlebte eine Kriminalkomödie, bei der ausnahmslos alle Rollen treffend besetzt waren.


Angefangen mit Lord Arthur Savile,
dem reichen aber nicht besonders intelligenten Adligen,
der sich aufgrund einer Wahrsagung bemühte einen Mord
zu begehen, diese Aufgabe aber im Grunde seinem
ergebenen Butler Baines überlässt.

Es war ein Vergnügen Gerd Bauer und Stephan Buchmann
in ihrem Spiel zu folgen, da es scheinbar mühelos,
aber immer akzentuiert und mit viel englischem Humor
und Wortwitz daherkam.

     

Wie ein alter Hase fügte sich auch
der Debütant Manuel Drake,
als skuriller Anarchist Friedrich Winkelkopf
nahtlos in das professionelle Ensemble ein.

Margit Kanne glänzte nicht nur optisch
als Lord Arthur Saviles
Verlobte Sibyll Merton.

     

Irmgard Keuter, in der Rolle der
Lady Julia Merton,
gab sehr überzeugend die skeptische
und resolute Schwiegermutter in spe.

Doris Drake als vornehme
Lady Margret Windermere,
und Mechtild Wulff als schrullige,
aber liebenswerte Lady Clementina Beauchamp wussten in ihren Rollen als vermeintliche
Mordopfer sehr zu überzeugen.

   
Und auch Jochen Becker
( die unvergesessene Leiche aus „Außer Kontrolle“)
bewies sein schauspielerisches Talent als Handliniendeuter sprich Chiromantist.
     

 

Nicht nur, aber auch durch seine stattliche Erscheinung
und viel Gestik und Mimik empfahl sich
Herbert Schopohl als Dekan von Paddington.

Ute Müller in der Rolle des Stubenmädchens Nellie
heiratete zum guten Schluss
und zur Freude des Publikums noch den Butler Baines .

Für das aufwendige und sehr gelungene Bühnenbild mit Kamin und Schiebetüren zeichneten sich
Hubert Niggemeier, Josef Keuter, Willi Kanne, Frank Huseman, sowie Andrea Wierzcula verantwortlich.

Für den reibunglosen Ablauf der Technik sorgten Walter Müller, Florian Drake und Markus Wicker.
Die Friseurin und Maskenbildnerin Beate Ernst wurde zurecht mit einem Extralob bedacht.
Renate Simon und Monika Schopohl hatten mit ihren Helfern die Altenauhalle wieder einmal gekonnt in einen Theatersaal mit außergewöhnlichem Ambiente verwandelt, und die Zuschauer verweilten noch lange im Gepräch mit den Darstellern.



Nach dieser großartigen Ensembleleistung darf man gespannt sein,
auf das, was uns die „Theattelner“ in Zukunft noch präsentieren

(Text: Stephan Buchmann)

Die Personen und ihre Darsteller:

 
Lord Arthur Savile Stephan Buchmann
Butler Baines Gerd Bauer
Lady Julia Merton Irmgard Keuter
Sibyll Merton Margit Kanne
Lady Margret Windermere Doris Drake
Lady Clementina Beauchamp

Mechtild Wulff

Podgers, Chiromantist Jochen Becker
Dekan von Paddington Herbert Schopohl
Friedrich Winkelkopf Manuel Drake,
Nellie, Stubenmädchen Ute Müller
   
Regie Christel Bauer und Monika Husemann

 

 
 

 

Die Idee eine Theatergruppe zu gründen entstand beim Maifest 1996.
Mit der Aufführung des Dramas  "Die letzte Hexe" wollte man zu den Feiern im kommenden historischen Jahr (Oktober 1997) beitragen.
Nach und nach fanden sich die Darsteller zusammen und noch im November 1996 begannen die Proben.


Oktober 1997
"Die letzte Hexe" oder  "Die Wiederaufnahme"



Ort des Schauspiels ist das Dorf Atteln um 1760. Gret, ein 15-jähriges Mädchen, wird von der ganzen Gemeinde beschuldigt, eine Hexe zu sein.
Sie wird für die Dürre, den Tod ihrer Mutter und das Verschwinden des kleinen Fränzchens verantwortlich gemacht.
Man beschuldigt sie der Zauberei, denn wer anders kann frisches Trinkwasser oder Gold herbeizaubern, als eine Hexe.
Angeführt von dem Schäfer Meggers fordert die Menge die Hinrichtung des Mädchens auf dem Scheiterhaufen, die dann auch zu Beginn des Stückes vollzogen wird. Alle sind sich einig, daß die Hexe ihre gerechte Strafe bekommen hat, selbst ihre Freundinnen Lise, Lene und Agnese. Nur Pfarrer Brenken, der zum Zeitpunkt des Prozesses und der Hinrichtung nicht am Ort war und sie somit nicht verhindern konnte, ist von ihrer Unschuld überzeugt. Er fordert schließlich die Wiederaufnahme des Falles.
Das ganze Volk "spielt" im Hauptspiel die Szenen nach, die zur Verurteilung Grets geführt haben, mit Meggers als Hauptankläger
und Brenken als Verteidiger. In einer Art Rückblende  werden alle Vorwürfe nach und nach entkräftet und am Ende steht Gret nicht als Hexe, sondern als Heilige da.

Dieses Bühnenstück beruht auf wahren Vorgängen, wie es sie im Mittelalter zur Zeit der Hexenverfolgung und Inquisition häufig gab
und die zur Verurteilung manches unschuldigen Menschen führten.

Im Oktober 1997 standen 27 (!) Darsteller auf der Bühne. Das war einmalig und zeugt von dem großen Zusammenhalt der Attelner,
nicht zuletzt weil man in der Altenauhalle 4 mal vor ausverkauftem Haus spielen konnte.  

 

 

Bilder von "Die letzte Hexe"

 

 
Mitwirkende:
Gret, ein 15-jähriges Mädchen Margit Kanne
Rose Simone Krois-Agethen
Lise. Renate Junker
Lene Doris Drake
Agnese Ute Müller
Meggers, Schäfer Stephan Buchmann
1. Tagelöhner/Torwächter Ulrich Lohmann
2. Tagelöhner/Wachtsöldner Reinhard Voss
Brenken, Pfarrer Frank Drake
Dina, seine alte Magd Irmgard Keuter
Schmied Frank Junker
Henker Xaver Hillebrand
Fränzchen, ein Kind Steffen Drake
Tischler Hubert Drake
Totengräber Michael Simon
Bäuerin Mechthild Wulf
Eine Frau Monika Schopohl
Volksgruppen Marlene Buchmann, Marlies Drake, Monika Husemann,
Elisabeth Kessenbrock, Hildegard Meier, Maria Niggemeier
Georg Pietsch, Werner Rosenkranz,
Heinrich Schopohl, Alfons Schröter
Bühnenbild Frank Husemann und Team
Licht Walter Müller
Maske Christine Dege, Heike Gollan
Spielleitung Renate Simon, Christel Bauer

 



 

 

 

Ermutigt durch den Erfolg entschieden einige Mitwirkende, dass Theater und Atteln von nun an zusammen gehören sollten.
So entstand der Name "Die Theattelner" und mit dem Anschluss an den Musikverein wurden die Weichen für die Zukunft gestellt.
Schon bald begann man nach einem neuen Stück zu suchen und fand es in der Komödie

"Kaviar und Linsen" von Giulio Scarnacci und Renzo Tarabusi,

das im März 1999 mit großem Erfolg aufgeführt wurde.

Zum Inhalt:

Ort der Handlung ist das heutige Neapel.
Leonida Papagatto, Familienoberhaupt einer armen neapolitanischen Familie, ist von Beruf  "Gast". Er ernährt seine Familie,
indem er sich - natürlich ohne Einladung - unter die Gäste mischt und die Delikatessen des üppigen Büffets mitgehen läßt.
Sein Nachbar Antonio versucht mehr oder weniger erfolgreich die Waren umzusetzen, aber für das einzige regelmäßige
Einkommen sorgt eigentlich Leonidas Schwester Mathilde, die im Theater angestellt ist.

Eines Tages präsentiert er seiner Familie einen genialen Plan, mit dem er seiner Armut ein Ende setzen will. Bei der Taufe im
Hause des Grafen Chiarelli d´Adda hat er der anwesenden Gesellschaft die Gründung eines Wohltätigkeitsfonds vorgeschlagen
und gleichzeitig den Fall der unglücklichen  Familie Papagatto geschildert. Seine eigene Verbindung zu dieser Familie
verschweigend spielt er nun die Rolle des Komiteemitgliedes, das die zu erwartenden Finanzen verwalten will.
Alles wird für den Besuch des Komitees vorbereitet. Mitten in die Verhandlungen platzt jedoch plötzlich Nicola mit der Nachricht,
er habe den Kammerdiener Alexis umgebracht. Leonida, der ein weiteres Geschäft wittert, schlägt vor, den unglücklichen Nicola
bei den Papagattos zu verstecken und nun nehmen die Ereignisse ihren Lauf. Daß sich am Ende alles zum Guten wendet,
ist sicherlich nicht nur den Geschicken Leonidas zu verdanken.


Bilder von "Kaviar und Linsen"

 

 

Mitwirkende:

Leonida Papagatto,Familienoberhaupt Stephan Buchmann  
Valeria, seine Lebensgefährtin Doris Drake
Fiorella, Leonidas Tochter Farina Voss
Roberto, Leonidas Sohn Sebastian Drake
Mathilde, Leonidas Schwester Irmgard Keuter
Antonio, Nachbar von Leonida Frank  Junker
Ilona Czibor, Dame der Gesellschaft Simone Krois
Nicola Czibor, ihr Sohn Mathias Neugebauer
Raimondo Czibor, ihr Neffe Reinhard Voss
Gräfin Chiarelli d´Adda Hildegard Meier
Baron Alfonso Chioccia Ralf Zumbrock
Vittorio, Zeitungsjunge Steffen Drake
Velluto, Dieb im Ruhestand Gerhard Bauer
Großvater, alter Invalide Heinrich Schopohl
Alexis, Kammerdiener bei Czibors Willi Kanne
Carmela, Nachbarin von Leonida Maria Niggemeier
Bühnenbild Hubert Niggemeier und Team
Licht und Ton Walter Müller
Maske Ulrike Düchting, Barbara Wieloch
Regie

Christel Bauer, Monika Husemann

 


 


 

Trotz des Erfolges sollte es nie wieder eine Aufführung im Frühjahr geben, denn das bedeutete, dass die Bühne mitten im
Winter in einer eiskalten Scheune gebaut werden musste - und da streikt der eifrigste Bühnenbauer.

Der Termin für die 3. Inszenierung wurde festgelegt. Ab nun sollte immer eine Woche vor den Herbstferien gespielt werden.

Nachdem man ein historisches Stück und eine Komödie gespielt hatte, entschieden sich die Theattelner in ihrer 3. Spielzeit
(Oktober 2000)
für das Kriminalstück:



"Mord an Bord" von Agatha Christie.



Zum Inhalt:



In Khartum am Weißen Nil liegt der Raddampfer Lotus vor Anker und wartet auf die Fahrgäste, die eine Nilkreuzfahrt
Richtung Süden gebucht haben: Unter ihnen Kay und Simon Mostyn, die auf ihrer Hochzeitsreise sind und -rein zufällig-
Kays Onkel und Vormund Domherr Pennefather.
Als letzter Gast erreicht Jacqueline de Severac, die frühere Verlobte von Simon und ehemals beste Freundin von Kay
das Schiff. Sie verfolgt das Paar schon seit langem um das Glück der beiden zu zerstören. Von Urlaubsidylle kann da
keine Rede sein, aber ein "Mord an Bord" ? ...

:

Bilder von "Mord an Bord"

 

 

Mitwirkende:

Fräulein Foliot-Foulkes Irmgard Keuter
Christina Grant   Ute Müller
Smith Herbert Schopohl
Dr. Agropulus Gerd Bauer
Kay Mostyn Margit Kanne
Simon Mostyn Frank Junker
Souvenierhändler Steffen Drake
Fundi Mathias Neugebauer
Louise Farina Voss
Domherr Pennefather Stephan Buchmann
Jacyueline de Severac Doris Drake
Bühnenbild Hubert Niggemeier und Team
Licht und Ton Walter Müller
Maske Christine Dege, Heike Gollan
Regieassistenz Monika Husemann
Regie Christel Bauer
   
 

In drei ausverkauften Vorstellungen wurden die Zuschauer Zeuge eines fast genialen Verbrechens und geizten
am Ende nicht mit Applaus.

 

Oktober 2002
Nach dem ernsten Kriminalstück wurd es wieder Zeit etwas lustiges zu spielen.
So entschieden sich die Theattelner für die Komödie


  "Der Maulkorb" von Heinrich Spoerl                                  

und wieder waren 700 Zuschauer begeistert.

 

Zum Inhalt:

Skandal in einer rheinischen Provinzstadt um die Jahrhundertwende: Das Denkmal des Landesherrn wird eines
Nachts mit einem Hundemaulkorb verunziert.

Die Ermittlungen werden Staatsanwalt von Treskow übertragen, der mit Eifer diese Chance nutzt, um ein paar
Stufen auf der Karriereleiter hochzuklettern. Schon bald engt sich der Kreis der Verdächtigen ein...

Bilder von "Der Maulkorb"

 

 

Die Personen und ihre Darsteller

Staatsanwalt von Treskow            Stephan Buchmann
Elisabeth, seine Frau    Irmgard Keuter
Trude, seine Tochter Farina Voss
Rabanus Frank Junker
Oberstaatsanwalt   Gerd Bauer
Vors. der Strafkammer Ralf Zumbrock
Kriminalkommissar Mühsam Herbert Schopohl
Wimm Arnold Wigge
Bätes Ulrich Schaefermeyer
Frau Tigges am Treppchen Margit Kanne
Paula Pulvermann Doris Drake
Der Stammtisch                         Willi Kanne, Heinrich Schopohl,  
Hubert Niggemeier
Billa   Hildegard Meier
Milchfrau Ute Müller
Sekretär   Steffen Drake
Bühnenbild Hubert Niggemeier, Willi Kanne,
Uli Epple, Armin Neugebauer,
 Josef Keuter
Licht und Ton Walter Müller
Dekoration Monika Schopohl, Renate Simon
Regieassistenz Monika Husemann
Regie Christel Bauer 



 

Herbstzeit = Theaterzeit

So verwandelten die Theattelner im Oktober 2004 die Altenauhalle erneut in einen Theatersaal und präsentierten erstmals
an zwei Wochenenden einem begeisterten Publikum den "Mord im Pfarrhaus" nach Agathe Christie.

Theattelner 2004

Zum Inhalt: 18.45 Uhr an einem trüben Sommerabend in einer englischen Landgemeinde.
Pfarrer Len Clement findet bei seiner Rückkehr von einem Krankenbesuch Oberst Hampton ermordet
am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer vor.
Tatverdächtige gibt es genug, wie Inspektor Slack bei seinen Ermittlungen bald feststellen muss,
denn der Oberst war in der Gemeinde äußerst unbeliebt.
Auch die geniale Miss Marple setzt ihren detektivischen Spürsinn ein, um den Fall zu lösen.

Fast 800 Zuschauer genossen kriminalistischen Spürsinn und humorvolle Dialoge und spendeten
allen Mitwirkenden langanhaltenden Applaus, nachdem der Täter schließlich überführt worden war.

 

Bilder von "Mord im Pfarrhaus"

 

 


Mitwirkende:

Leonard Clement, Pfarrer Stephan Buchmann
Griselda, seine Frau Margit Kanne
Dennis, ihr Neffe Steffen Drake
Mary, Dienstmädchen Doris Drake
Ronald Hawes, Hilfspfarrer Heribert Artzt
Miss Marple Irmgard Keuter
Mrs. Price Ridley Mechthild Wulf
Virginia Hampton Ramona Voss
Anne Hampton Monika Husemann
Oberst Hampton Ralf Zumbrock
Lawrence Redding, Maler Frank Junker
Dr. John Haycock Gerd Bauer
Inspektor Slack Herbert Schopohl
Jennings, Polizist Arnold Wigge
Bühnenbild Hubert Niggemeier, Willi Kanne
Josef Keuter, Uli Epple, Stephan Buchmann
Technik Walter Müller, Markus Wicker
Maske Beate Ernst Corinna Pietsch
Dekoration Monika Schopohl, Renate Simon
Regieassistenz Maria Niggemeier
Regie Christel Bauer

 

 

 

 

Oktober 2006
„Und ewig rauschen die Gelder“ begeisterte die Zuschauer!

Theattelner 2006
Das gesamte Team nach der Premiere von „Und ewig rauschen die Gelder“ 2006
Hinten v. links: Monika Schopohl, Ute Müller, Beate Ernst, Walter Müller, Renate Simon, Corinna Pietsch, Herbert Schopohl,
Josef Keuter, Gerd Bauer, Heribert Artzt, Monika Husemann, Wille Kanne, Mechthild Wulf, Hubert Niggemeier, Markus Wicker,
vorne v. links: Doris Drake, Jochen Becker, Margit Kanne, Stephan Buchmann, Christel Bauer, Frank Junker

Mit ihrem sechsten Stück im zehnten Jahr begeisterten die Theattelner an zwei Wochenenden über 900 Theaterfreunde des Altenautals und weit darüber hinaus.
Seit Anfang des Jahres probten die zehn Darsteller unter der Regie von Christel Bauer die turbulente Komödie von Michael Cooney ein. Anfangs verloren selbst die Darsteller oft den Überblick und wussten selbst nicht mehr, wen sie gerade verkörperten.
Ein spritziges Stück hatte man sich ausgesucht, dass auch dem Publikum höchste Aufmerksamkeit abverlangte. Nach langem Proben und Text büffeln setzte das perfekt besetzte Ensemble die Farce mit beschwingter Leichtigkeit in Szene. Das Publikum lachte teilweise so laut, dass die Worte von der Bühne nicht mehr zu verstehen waren. Es dankte den Schauspielern mit minutenlangem Applaus.
In der von Renate Simon und Monika Schopohl liebevoll zur Amtsstube umgestaltete Altenauhalle lachten und feierten viele Besucher zusammen mit den Akteuren noch Stunden nach den Aufführungen.

Die Theattelner wissen aber auch genau, dass sie ohne Probenraum und Altenauhalle nicht spielen könnten. Im Pfarrheim wie auch in der Schützenhalle stehen größere Renovierungsarbeiten an. Die Theattelner überlassen den Ertrag jeweils einer Vorstellung der Pfarrgemeinde und dem Schützenverein.

Presse:
Westfälisches Volksblatt:

Von WV - ...und e...

 

Zum Stück:
Eric Swan (Stephan Buchmann) brachte es nicht über's Herz, seiner Frau Linda (Doris Drake) zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seinen Job verloren hatte. Der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten früheren Untermieter war die finanzielle Rettung und gleichzeitig der Anfang einer zweiten Karriere als Virtuose auf der Klaviatur der großzügigen britischen Sozialverwaltung. Während Linda glaubt, er würde jeden Morgen wie sie zur Arbeit gehen, löst Eric eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft aus, indem er zusätzlich zu seinem neuen Untermieter Normen Bassett (Frank Junker) noch Dutzende weiterer hilfsbedürftiger Hausbewohner erfindet und das soziale Netz zum Trampolin für ungeahnte finanzielle Höhenflüge macht. Er beantragt und erhält Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld, sogar die Schulmilch lässt er nicht aus. Als dann eines Tages der Außenprüfer des Sozialamtes Mr. Jenkins (Gerd Bauer) vor der Tür steht, beginnt eine aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie, an deren Ende eine Überraschung für das nicht mehr erwartete Happy-End sorgt.
(Renate Simon)

Gerd Bauer, Stephan Buchmann

Bilder von "Und ewig rauschen die Gelder"

Die Personen und ihre Darsteller:

Eric Swan Stephan Buchmann
Linda Swan Doris Drake
Norman Bassett Frank Junker
Mr. Jenkins Gerd Bauer
Uncle Georg Herbert Schopohl
Sally Chessington Margit Kanne
Dr.Chapmann Jochen Becker
Mr. Forbright Heribert Artzt
Mrs. Cowper Mechthild Wulf
Brenda Dixon Ute Müller
   
Regie: Christel Bauer, Monika Husemann
Bühnenbild: Hubert Niggemeier, Willi Kanne, Josef Keuter, Uli Epple, Stephan Buchmann
Technik: Walter Müller, Markus Wicker
Maske: Beate Ernst, Corinna Pietsch
Dekoration: Monika Schopohl, Renate Simon

 

 

 

November 2008
"Außer Kontrolle" -
"Out of Order" - Eine Komödie von Ray Cooney
 


Theattelner 2008

v.l.n.r.: Beate Ernst, Moritz Buchmann, Monika Schopohl, Monika Husemann, Jochen Becker, Gerd Bauer, Josef Keuter,
Irmdard Keuter, Markus Wicker, Hildegard Meier, Renate Simon, Herbert Schopohl, Doris Drake,
Christel Bauer, Stephan Buchmann, Margit Kanne, Willi Kanne, Frank Junker

 

Fotos von "Außer Kontrolle"

Das Rezept für einen unterhaltsamen Abend ist einfach: Man stecke einen leblosen Körper in eine Hotelsuite der Vier-Sterne Kategorie mit jeder Menge Türen und harre der Dinge, die sich anbahnen.
Handlung ist der geplante Seitensprung des Ministers einer konservativen Regierungspartei Richard Willey mit der Sekretärin der Opposition Jane Worthington. Die Suite 648 im zentral gelegenen Luxushotel Westminster in London ist bereits bezogen, als das Bühnenlicht angeht und sich das ersehnte Schäferstündchen zu einer turbulenten Nacht der Verstrickungen wandelt.
Eine hysterische Hoteldirektorin und ein ausgekochter Zimmerkellner sorgen für zusätzliche Spannung, während der in Liebe unerfahrene als Sekretär des Ministers Georg Pigden die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen versucht.
Nach der Pause spitzt sich die Lage zu, als auch noch Pamela Willey, die nichts ahnende Ehefrau des Ministers, der herumirrende eifersüchtige Ehemann Ronnie Worthington und die Krankenschwester Foster
der pflegebedürftigen Mutter von George Pigden die Suite belagern.
Kein einfaches Unterfangen im einzigen sichtbaren Raum auf der Bühne - dem Salon der Suite - einen Körper vor den Augen der anderen Protagonisten verschwinden zu lassen und glaubwürdig ihre Ahnungslosigkeit vor den Augen des Publikums darzustellen.
Eine Sache des Timings, welche Christel Bauer in ihrer Regiearbeit meisterhaft koordinierte und die Schauspieler hervorragend umsetzten.

Die Personen und ihre Darsteller

Richard Willey Stephan Buchmann
Jane Worthington Doris Drake
Hoteldirektorin Irmgard Keuter
Zimmerkellner Frank Junker
ein Körper Jochen Becker
George Pigden Gerd Bauer
Pamela Willey Margit Kanne
Ronnie Worthington Herbert Schopohl
Gladys Foster Hildegard Meier
   
Bühnenbild Willi Kanne, Hubert Niggemeier, Josef Keuter,
Stephan Buchmann, Frank Husemann
Technik Walter Müller, Florian Drake, Markus Wicker
Maske Beate Ernst
Dekoration Monika Schopohl, Renate Simon
Regie Christel Bauer
Regieassistenz Monika Husemann

 

 

Das schreibt die Presse:

Neue Westfälische - 18.11.2008

Von Julia Gravenstein

 

Westfälisches Volksblatt - 21.11.2008

Von Bernhard Hagelüken

 

Nachhall des Schlussapplauses
-04.12.2008-

Die Theattelner haben in ihrer 7. Spielzeit ca. 900 Zuschauer mit der Komödie „Außer Kontrolle“ begeistert. Sie haben heute ihre Freude über die große Resonanz mit einer Spende zum Ausdruck gebracht.
An der Grundschule Altenautal wurden einige Mitglieder der Theattelner von der Rektorin der Grundschule Frau Frederichs und Schülern und Schülerinnen der Klassen 3b, 4a und 4b mit dem Schullied herzlich begrüßt.
Die Schule freute sich über einen Scheck in Höhe von 1000 €; das Geld wird für die Neugestaltung des Schulhofs unter dem Motto „Schule in Bewegung“ eingesetzt.
Weitere Gäste bei der Scheckübergabe waren Landrat Manfred Müller als Schirmherr der DKMS und Claudia Barth von der Initiativgruppe aus Dörenhagen Auch sie konnten einen Scheck über 1000 € in Empfang nehmen.
Während der Theaterproben hatten die Theattelner von der an Leukämie erkrankten Claudia aus Dörenhagen erfahren und beschlossen, dass ein weiterer Teil der Einnahmen an die Initiativgruppe gehen sollte.
Eine bei den Aufführungen platzierte Spendenbox enthielt die Summe von 102,25 €. Das Geld wird für die Typisierungsaktion benötigt.

Damit setzen die Theattelner endgültig einen Schlusspunkt unter die 7. Spielzeit.
Ihr Dank gilt allen Theaterfreunden, die diese Aktion durch ihr Kommen möglich gemacht haben.
Wir sehen uns wieder …
(Renate Simon)